Content Seeding im Marketing

Content Seeding ist mehr, als nur Texte auf Social Media Plattformen zu verteilen. Wie Ihr Content nicht verdorrt, erklären wir hier:

Was ist Content Seeding?

Content Seeding ist die strategische Platzierung von Inhalten, um Reichweite in Form von vorher definierten KPIs wie z. B. Views, Likes, Shares und Verlinkungen zu erzeugen. Damit gehört es zu einem essentiellen Prozess im Content Marketing von Unternehmen.

Die Kernaufgabe ist vor allem die Vermarktung der Inhalte in relevante Kanäle. Nicht immer gelingt es, mit einem Musikvideo wie Gangnam-Style oder einem niesenden Pandabären einen vitalen Hit zu landen, der von allen geteilt und gesehen wird. Und nicht immer steht ein Budget von 50 Millionen zur Verfügung, um einen Mann ins All zuschießen und auf seine Rückkehr per Fallschirm, zu warten.

Wie man Schritt für Schritt beim Content Seeding vorgehen sollte:

Folgende acht Fragen sollen Ihnen helfen, sich gründlich auf ein erfolgreiches Content Seeding vorzubereiten:

  1. Wer ist die Zielgruppe des Unternehmens?
  2. Wem will ich was verkaufen/anbieten?
  3. Wer ist die Kampagnen-Zielgruppe?
  4. Für wen ist der Content gedacht?
  5. Wer sind die wichtigen Influencer der Branche?
  6. Wer oder Was beeinflusst die Zielgruppen?
  7. Wo muss der Content gestreut werden?
  8. Welche Social-Netzwerke werden von den Zielgruppen und Influencer benutzt?

Wenn Sei diese Fragen hinreichend für sich beantwortet haben, können Sie mit der Kampagnenplanung starten.

Planen Sie eine ausreichende Budgetierung für den Seeding Prozesses (ca. die Hälfte der Kampagnenkosten) ein. Versuchen Sie schon in der Vorbereitungsphase Influencer dazu zu animieren, an der Erstellung von Inhalten mit zu wirken. Das erhöht zum einen die Authentizität des Content, macht ihn also relevanter für die angelegte Zielgruppe. Und zum anderen gibt es dann oft die Möglichkeit, den Content in Form von Beiträgen und Erwähnungen in den jeweiligen Blogs kostengünstig anzuteasern. Denn oft kündigen Influencer vorher auf Ihren Kanälen an, wenn Sie an einem Projekt mitarbeiten.

Im nächsten Schritt bereiten Sie die Kanaloptimierung vor:

  • Skalieren Sie im Hinblick auf Ihre Zielgruppe und die bevorzugten Kanäle Ihre Inhalte.
  • Welche Kanal unterstützt welches Anliegen besser – Unterhaltung, Information oder Beratung?
  • Welches Medium ist als Träger besser geeignet?
  • Sind Videos, Infografiken oder statistische Daten als Pdf einsetzbar?
  • Sind alle Inhalte shareable?
  • Gibt es ein Quellcode Snippet zur schnellen Einbindung in andere Webseiten?

Kontaktieren Sie gezielt im Vorfeld thematisch relevante Multiplikatoren, wie einflussreiche Blogger, Online-Marketer, PR-Manager oder Trendsetter in den sozialen Medien, um diese zu einer Weiterverbreitung Ihrer Inhalte zu bewegen.

Das Herz des Seedings

Das Herzstück guten Content Seedings ist, den Content über Multiplikatoren wie Blogger, Journalisten, Institutionen und Social Media Trendsetter zu verbreiten. Dafür sollte der Content so aufbereitet sein, dass die meisten Multiplikatoren ihn aus eigenem Interesse teilen möchten. Der Content sollte so weit wie möglich auf den User zugeschnitten werden, und nicht aus einer vordergründigen Verkaufsabsicht bestehen.

Wenn ich als Möbelhaus Produkte verkaufen möchte und dazu einen Blogbeitrag „Check-Liste für die erste eigene Wohnung – 10 Punkte die Ihr beachten solltet“ anbiete, sollte in dem Beitrag möglichst nicht auf den Möbelverkauf eingegangen werden. Denn der stellt in diesem Augenblick keinen Mehrwert für den User da. Die Liste an sich eignet sich aber hervorragend zum Teilen und Besprechen.

Geeignete Influencer sind hier dann nicht Game-Vloger oder Unboxer, sonder sind diejenigen, die zwar junge sind, aber über Einrichtungen ihrer Wohnungen sprechen. Influencer sind froh, wenn sie stark aufbereitetet, vorgefertigten Content bekommen, mit dem sie wiederum ihre Kanäle befüllen können.

Do Nots im Content Seeding

Wir raten davon ab, Likes und Shares zu kaufen, denn das verfälscht das Ergebnis und dient nur dazu, Erfolg vorzugaukeln, wo gar keiner ist. Weiterhin sollten Kampagnen nicht ausschließlich über Facebook oder YouTube oder ähnlicher Netzwerke als Ads verbreitet werden. Auch einfach gegen Bezahlung den Content in große Blog-Portfolios einbinden zulassen, führt oft nicht zum Erfolg, denn außerhalb diese Portfolios erhält der Content dann keine Sichtbarkeit.

Mit sinnvollen Einsatz von Social Media und Corporate Publishing-Maßnahmen, kann ein Seed den Traffic, die Interessentenzahl oder die Konversion erhöhen. Das Verteilen von Videos, Texten oder Bildern in der Blogosphäre oder über Facebook, Twitter, Google+ oder einfach per Link ist nur ein kleiner Schritt einer gut organisierten Kampagne.

Bei einer guten und kreativen Seeding Agentur steht der systematischen Aufbau von Kontakten immer im Vordergrund. Denn Influencer sollten nicht als Postkasten betrachtet werden, in den man einfach was reinwirft und hofft, dass der Inhalt irgendwann einmal ankommt, sondern als eine wertvolle und langfristige Beziehung, die auch gepflegt werden muss. Nur dann hat man mit Content Seeding Kampagnen auch langfristige Erfolge. Grade die klassischen Werbeagenturen sind hier sehr gute Ansprechpartner, da sie über langfristig gewachsene Netzwerke verfügen, die ein Content Seeding online wie offline optimal ermöglichen.

Wenn Sie Fragen Zu Content Seeding oder einer passenden Strategie haben, nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf. Wir schauen uns Ihre Krumen gerne an.