SEO Basics für Fotografen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

…nur leider sagt es google nicht genug.

SEO-Basics

SEO bedeutet ja – vereinfacht ausgedrückt – dass der Inhalt und die Struktur einer Website es den Suchmaschinen einfacher macht, die Relevanz der eigenen Website bezüglich eventueller Suchanfragen zu bestimmen. Heißt: wenn der Inhalt meiner Website mit entsprechenden Keywords untermauert ist und der Kontext an sich stimmt, erkennen Suchmaschinen das und die Position der Website verbessert sich bei den entsprechenden Suchanfragen. Je weiter oben das Suchergebnis gelistet wird, desto größer ist die Chance, auch öfter angeklickt zu werden. Und mehr Besucher – vorausgesetzt die eigene Website sieht dann auch noch gut aus und funktioniert gut – bedeuten eventuell mehr Anfragen.
Keywords + Kontext = Inhalt = Themenrelevanz = gutes SEO = man wird gefunden. Wie gesagt: ganz einfach ausgedrückt. Das Dumme ist nur, dass Bilder und Fotos keine für Suchmaschinen lesbaren Keywords oder sonstige textlichen Informationen enthalten, die eine Suchmaschine identifizieren kann. Also bleibt einem Fotografen nur übrig, Schriftsteller zu werden und zu jedem Bild oder zumindest zu jeder Serie oder jedem Case eine Kurzgeschichte mit detaillierten Angaben zu Idee, technischer Umsetzung, Projekt, Kunde etc. zu verfassen. Bestimmt gibt es Fotografen, die gut schreiben können. Aber warum fotografiert man dann? Doch um sich nicht endlos in Textform ausdrücken zu müssen – zumindest ist es bei mir so. Und ich bin nur Hobby-Fotograf.

Kleines SEO-ABC für Fotografen

Man kann sich den SEO-Text nicht für jedes Bild oder Projekt aus den Fingern saugen, zumal eine für Suchmaschinen optimale Wortanzahl von 550+ Worten kein Pappenstiel ist. Dennoch sollte man einige der eher statischen Seiten wie Informationen über sich selbst, die eigenen Fähigkeiten, die Referenzen und/oder das technische Know-how entsprechend aufarbeiten oder aufarbeiten lassen. Auch die Chance, hin und wieder vielleicht ein „Geheimnis“ in Form eines kleinen Tutorials für Einsteiger oder Fortgeschrittene zu erstellen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Ein einfacher kleiner Blog und die entsprechenden Taktiken, diese Beiträge bei Facebook oder google+ zu streuen, können hier Wunder wirken. Natürlich ist es auch von Vorteil, in den entsprechenden sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Google+, Flickr und 500px sind dafür gut geeignet. Facebook ist aus meiner Sicht etwas mühsamer, da man sich erst einmal eine Fanbase aufbauen muss. Gern gesehen sind auch Beiträge zu neuem Equipment und deren Vor- und Nachteile – zumindest bei den Hobbyfotografen, auch wenn diese einen Profifotografen wohl eher selten engagieren werden. Aber es hilft, bekannt zu werden. Und zwar nicht nur unter potentiellen Kunden, Kollegen und Laien, sondern auch bei den Suchmaschinen, da hier eventuell Links, die auf die eigenen Seite, auf eigene Beiträge verweisen, die Themenrelevanz der eigenen Seite in den Augen der Suchmaschinen erhöht. Zu den gern gesehenen Informationen rund um ein Foto gehören auch die EXIF-Daten. Das muss jetzt nicht die Information über das komplette Equipment sein, aber Brennweite, Blende, Verschlusszeit und ISO sind gern gesehen.

Geben Sie dem Kind einen Namen

Die Dateinamen der hochgeladenen Fotos und Bilder sollten nach Möglichkeit schon eine gute Beschreibung der Abbildung sein. Ein „unbenannt-3859.jpg“ kann alles sein. Ein Foto vom Wiener Würstchen aus der Mittagspause, der Selfi mit dem Chef oder ein tolles Foto, das viel Beachtung finden kann. Falls 256 Zeichen für den Dateinamen – so lang darf ein Dateiname im Web sein – nicht ausreichen, gibt es noch die Möglichkeit, den sogenannten ALT-Tag entsprechend auszugestalten. Hier kann das Bild oder Foto recht detailliert beschrieben werden UND sagt den Suchmaschinen, was es auf dem Bild zu sehen gibt. Das ist eigentlich ein Muss und hilft ungemein, beim Gefundenwerden der eigenen Bilder in den Suchmaschinen-Indizes und natürlich dem Ranking der ganzen Website. Gibt es viel zu einem Bild zu sagen, kann man das noch mit der „longdesc“ im IMG-Tag als komplette HTML-Seite hinterlegen. Außerdem gibt es noch den TITLE-Tag des Bildes. Auch diesen sollte man gewissenhaft ausfüllen. In WordPress beispielsweise wird der Dateiname übernommen, was recht praktisch ist. Wenn man sich zusätzlich noch Keywords überlegt, die sich im Dateinamen und im ALT-Tag wiederfinden, ist es schon ziemlich perfekt.
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Blick auf Paris vom Eiffelturm aus – ein SEO Beispiel.

Es hilft auch, wenn man seine Bilder in einzelne Portfolios zusammenfasst, also in Themen, Kunden, Projekte etc. aufgliedert, jedem eine einzigartige Überschrift und somit einen ebensolchen Seitentitel gibt und vielleicht doch noch ein paar Zeilen dazu schreibt. Dabei sollte man sicher gehen, dass auch die Adresse der jeweiligen Seite, dem Titel entspricht. Ich denke, dass jeder Fotograf so oder so die eigenen Arbeiten auf die ein oder andere ähnliche Weise auf diversen Datenträgern für sich organisiert.

Auf die Tiefen von SEO beziehungsweise der Onpage-Optimierung will ich an dieser Stelle gar nicht nicht eingehen. Das können andere besser. Trotzdem können die hier genannten Vorgehensweisen der eigenen Website einen kleinen, aber nicht unerheblichen Schubs in Richtung der ersten Suchergebnis-Seite oder sogar in die Top-Five geben. Hoffe ich zumindest. Wer noch besser optimieren möchte, macht vorher ein sogenanntes Keyword-Research und optimiert daraufhin die Dateinamen, die ALT- und TITLE-Tag und natürlich den das Foto umgebenden Text.

Für die ersten Schritte – und darüber hinaus –  in SEO und Keyword-Research empfiehlt sich neben dem Google-Keyword Planner das Keywordtool von keywordtool.io.

Mehr zum Thema SEO und Onpage-Optimierung gibt‘s in einem der nächsten Beiträge.