Kultur in Berlin: Die Zero-Ausstellung

Erinnert ihr euch an den letzten Sommer? An die Massen von Menschen, die in lauen Sommernächten zur Neuen Nationalgalerie pilgerten? Otto Piene erfüllte auf beeindruckende Weise die strengen und weiten Räume des Mies van der Rohe Baus mit seinen Lichtinstallationen.

Am Freitag eröffnet die Zero-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Dort wird Otto Piene als Mitbegründer der Düsseldorfer Zero-Bewegung (1957-1966) neben Heinz Mack und Günther Uecker erneut zu sehen sein. Doch auch viele Künstler wie Yves Klein oder Hermann Goepfert, die der Gruppe nahestanden, sind vertreten.
Natürlich hat man viele der ausgestellten Künstler in den einem oder anderen Museum schon gesehen, doch alle zusammen gezeigt, in den besonderen Räumlichkeiten des Martin-Gropius-Baus und im zeitlichen Kontext zur Neufindung der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg – aus meiner Sicht absolut sehenswert.

Denn ich persönlich stehe, auch wenn ich es schon hundertmal gesehen habe, zum Beispiel bei Yves Klein immer wieder demütig vor der Leinwand und denke: Man muss es einfach nur machen. Und jeder der mir sagt, das kann doch jeder (erstaunlicherweise waren es schon viele), hat von mir ein mildes Lächeln bekommen und den Satz: Warum machst du es dann nicht und wirst damit berühmt?

Als kreativer Mensch ist es immer wichtig Augen, Herz und Ohren offen für Vergangenes und für Neues zu haben. Unter anderem hilft hier die Kunst: Man lernt viel über Bildaufbau, Formensprache, Farbe, Material und letztendlich natürlich auch über Ausstellungstypografie.
Also Tickets gekauft und rein ins Museum. Lasst euch von Licht, Material, Farben und Formen anregen.
Nehmt unbedingt, wenn ihr habt, eure Kinder mit. Offene Kinderaugen machen besonders viel Spaß im Museum!

 
Nähere Informationen gibt es hier:

ZERO Die internationale Kunstbewegung der 50er und 60er Jahrelawinenstift-werbeagentur-kultur-in-berlin
 
21.03.2015 – 08.06.2015
MARTIN-GROPIUS-BAU
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

21. März bis 8. Juni 2015
Öffnungszeiten
Mi. bis Mo. 10:00–19:00
Di. geschlossen

Eintritt
Einzelticket € 11 / ermäßigt € 8
Gruppen (ab 5 Personen) p. P. € 8
Eintritt frei bis 16 Jahre
Kombi-Tickets zum vergünstigten Preis an der Kasse erhältlich

 
Teilnehmende Künstler sind u.a. Bernard Aubertin (F), Hermann Bartels† (D), Pol Bury† (B), Enrico Castellani (I), Gianni Colombo† (I), Lucio Fontana† (I), Hermann Goepfert† (D), Gotthard Graubner † (D), Hans Haacke (D), Oskar Holweck† (D), Yves Klein† (F), Yayoi Kusama (JP), Adolf Luther† (D), Heinz Mack (D), Piero Manzoni† (I), Almir Mavignier (BRA), Christian Megert (CH), Henk Peeters† (NL), Otto Piene† (D), Uli Pohl (D), Hans Salentin† (D), Jan Schoonhoven† (NL), Jésus Rafael Soto† (VEN), Jean Tinguely† (CH), Günther Uecker (D), Jef Verheyen† (B), Herman de Vries (NL), Nanda Vigo (I)einklappen

Veranstalter ZERO foundation.
In Kooperation Berliner Festspiele / Martin-Gropius-Bau.
Partner Freundeskreis der ZERO foundation e.V., die Kulturstiftung des Bundes, die Kunststiftung NRW, die Wall AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und die Stiftung Ahlers Pro Arte / Kestner Pro Arte. Das Begleitprogramm wird gefördert durch die RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft. Die Forschung wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf, der Stiftung Museum Kunstpalast und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR).