Fotoshooting für die Möbel Hübner Kampagne

Ein bisschen Rampenlicht muss sein.


Da standen wir nun – in diesem wunderschönen loftartigen Studio im Herzen des Prenzlauer Bergs in Berlin. Umgeben von Sofas, Sesseln, Bettbezügen und Unmengen Klamotten, Schuhen und Schminkzeug. Kurzum: der Traum einer jeden Frau. Allerdings waren wir nicht gekommen, um uns mit Weiberkram zu vergnügen. Ein hartes Stück Arbeit lag vor und ein weiteres bereits hinter uns. Seit Wochen waren unsere Grafik-Ladies auf Trab, das Fotoshooting zu organisieren, aufgrund dessen wir heute alle zusammengefunden hatten: das Shooting für die neue Kampagne des Traditions-Möbelhauses Hübner. Die Location: Backfabrik Berlin Das Ziel: eine stilvolle Testimonial Kampagne, bei der wir schöne Möbel noch schöner in Szene setzen und mit atemberaubend natürlichen Models zum Leben erwecken. Unser ältestes Model Pia Groenning (70 Jahre) ließen wir dafür sogar aus extra aus New York einfliegen. Für einen Privatjet hat es zwar nicht mehr gereicht, aber dafür wurde Sie bei ihrer Ankunft auf Rosen gebettet – zumindest auf rosafarbene Bettwäsche.

Fotoshooting Regel Nummer eins: nur perfekt ist perfekt.

Da waren wir nun und justierten Licht, schleppten, dekorierten und zupften an Möbeln und Menschen herum – alles für den perfekten Schuss. Da bei Hochleistungskameras wie der unseres Fotografen Tom Fischer sogar kleinste Fusseln zum optischen Krater werden können, haben wir noch schnell alle Möbel feinsäuberlich mit Paketband bearbeitet – ein Trick, den auch Haustierbesitzer gerne verwenden.
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Sauberfrau Katharina empfiehlt: Fusseln mit Paketband entfernen.

Mary Poppins gibt es wirklich.

Müsste ich eine Person zur Heldin des Shootings ernennen, wäre es wahrscheinlich Stylistin Jennifer Hahn. Ein bisschen hat sie mich an Mary Poppins erinnert, die aus einer Tasche absolut ALLES herauszaubert, was man gerade braucht. Schon bei meiner Ankunft hatte sie gefühlt 10.000 Paar Schuhe drapiert und einen nahezu endlosen Kleiderständer mit den unterschiedlichsten Stücken gefüllt. Bei einem Fotoshooting ist so etwas Gold wert. Zusammen mit unserem Haare-Make-Up-Experten Theo Schnürer hat sie unsere drei Models zu jedem Möbelstück passend verwandelt: Haare rauf, Haare runter, mal in Gold, mal in Silber, mit Schuhen oder ohne. Unsere persönliche Krönung war jedoch kein Kleidungsstück, sondern die schöne rosa Bettwäsche, in der es sich Model Pia kurzzeitig bequem machen durfte – die sorgte für einige ohrenbetäubende Quietscher, was wohl nur echte Mädchen verstehen können …
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Prinzessin auf der Erbse 2015 – Pia in einem Märchentraum von Boxspring Bett.

Der ganz normale Fotoshooting Wahnsinn: aus drei mach acht.

Neben unserem US-Model Pia (die eigentlich aus Schweden stammt) waren auch zwei deutsche Schönheiten vor der Linse: Gisela Peschke und Alex Manz. Dass wir echte Profis ablichten, hat man schnell gemerkt. Nach ein paar Schüssen waren Fotograf, Kunde und Crew glücklich und zufrieden und das nächste Motiv war an der Reihe. So wurden aus geplanten drei Motiven fürs Fotoshooting ganz schnell acht – man muss ja schließlich flexibel bleiben. Und wenn der Kunde einen mit großen Kulleraugen anschaut und fragt, ob man nicht doch noch ein bisschen mehr knipsen könnte – wer kann da schon nein sagen? Wir jedenfalls nicht.

Ganz natürlich aussehen ist manchmal eine Menge Arbeit.

Kein Ende ohne Schrecken.

Fast könnte man meinen, es wäre das perfekte Shooting gewesen – alle am Set waren gut gelaunt und voller Tatendrang, der Kaffee war frisch und duftete himmlisch, die Snacks von Proviant Berlin köstlich und Skandale in der Umkleide gab es auch keine (zumindest keine mit Beweismaterial). Aber ein Shooting ganz ohne Hürden wäre ja keine Herausforderung und es hätte auch irgendwie was gefehlt. Deshalb war es auch keine große Überraschung, als wir 2 Stunden vor Schluss feststellen mussten: das Bett ist nicht komplett – der Überzug fehlt! Und weil ein halbnacktes Bett nicht ansatzweise so verführerisch ist wie eine halbnackte Frau darin, musste schnell Ersatz her. Also: Telefonieren. Warten. Kaffee trinken.

Wie bei den meisten Geschichten erfuhr die Problematik zu guter Letzt eine erfreuliche Wendung – der Boss persönlich – Inhaber Albert Türklitz – brachte schließlich im Sauseschritt den vermissten Überwurf herbei und wir bekamen doch noch das Motiv, das den krönenden Abschluss brachte. Wie das eben immer so ist mit Geschichten: Ende gut, Shooting gut.